hayatın tadını çıkarmak

Zwei Tage Berlin und Kaliningrad fühlt sich so weit weg an wie Wladivostok. Meine Berlin Besuche sind immer unterschiedlicher Natur, so vom Erleben und der Bewertung. Aber was ich in den letzten zwei Tagen an Kunst und Musik gehört bzw gesehen habe, das wahr sehr inspirierend. Ausserdem hab ich nette türkische Mädels kennengelernt und das hört sich zwar irgendwie falsch an, aber die haben erfrischend gut getan und Vorurteile mal wieder etwas abgebaut. Interessant war, das sie bei mir überhaupt vorhanden waren. Die haben mir auch erzählt, das viel Türkisch hier für sie schwer zu verstehen ist. Istanbul rückt auf der Reiseliste weit nach vorne. Im Moment bereue ich es irgendwie schon, niemals hier gelebt zu haben, der Berlinvibe hat mich gerade aufgesogen…
Da kommt die alte Liebe Köln grad zu kurz, ich hoffe, das ändert sich morgen. Ansonsten freu ich mich auf alle die Leute, die mir in den letzten drei Monaten noch mehr ans Herz gewachsen sind.

içten selamlarl
Flo

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Berlin City

Joh, bin nach abenteuerlicher Fahrt jetzt in Berlin angekommen und häng bei nem alten Kollegen rum und freu mich auf ein paar Tage in der Hauptstadt. Zugfahrt war mal wieder abenteuerlich. War ja der letzte Zug von Kaliningrad nach Berlin. Schon bei der Abfahrt musste ich ein Interview geben fürs russische Fernsehen. Meine Meinung als Deutscher über die Einstellung des Zuges. Die Schaffner und Stewardessen haben dann mit den Polnischen Kollegen einen gesoffen, zur Feier der letzten Fahrt. Die waren dann irgendwann ziehmlich dicht, später wurde dann auch eine der Bediensteten bei uns im Waggon einquartiert. Super Nummer, echt spaßig. Jetzt erstmal Berlin, am Montag gehts nach Kölle, bis in Bälde

Flo

Erstmal letzter Take aus Russia

Ach Mütterchen Russland, heute lass ich dich erstmal mit einem weinenden und einem lachendem Auge hinter mir. Hier erlebt man wirklich so viel unglaubliche Geschichten, da reicht so ein Blog fast nicht aus. Ein neuer Miliz Skandal erschüttert die Nation. Ein Milizoberst wollte Karriere machen und hatte mit einigen Getreuen geplant, im Gebiet nahe Sodji ein Wohnhaus in die Luft zu sprengen und damit seine Führung zu entmachten, von wegen Terrorismus, die jetztige Führung kann nix, aber ich toller Oberst kann alles usw. Leider hat ein alter Mann mit seiner noch älteren Nase das aufgedrehte Gas im Keller gerochen und die Geschichte entlarft. Super Polizei hier. Mir ist heute mies schlecht, der Wodka gestern, den wir auf meine Fahrt getrunken (heimlich eingeschummgelt in eine Sovietkantine, Stylo Laden) war wohl gepaschnt, obwohl mit Siegel im Laden gekauft. Mann Mann, mieses Zeug. Ansonsten hätte ich fast 14,000 Rubel für Kaviar bezahlt. Ich hatte den Preis falsch gelesen. Hab mich shcon gewundert, warum die alle auf einmal so nett zu mir waren, sogar ne Gold Member Card wollten sie mir geben. Dann bin ich aber doch schnell wieder abgehauen, 400 Euro für 5 Miniwinzige Dosen war mir dann doch zu teuer. Jetzt Pack ich mal und rausche nach Berlin. Der Blog wird aber in Deutschlan weitergeführt und mit Bildern und anderen Gimmicks gefüllt. Da swidanja

Flo

Weihnachtstraditionen, Post und Blinis

Hab gestern von ner alten Babuschka (mindest 120 Jahre alt) echte sibirische Blinis (Pfannkuchen) gebacken bekommen. Ein Traum, da kannste jedes Crepes vergessen. War ein typisch russischer Abend, in der Küche sitzen, essen, trinken palavern usw. Aber kein Wodka, das war untypisch, es gab Tee. Die beteiligten Russen zeigten sich übrigens besorgt über die zunehmende Islamisierung Deutschlands, das gefiehl denen nicht.

Heute habe ich einen Kommunikationskurs in Englisch abgehalten, als Ausländer bist du hier für alle Fremdsprachen qualifiziert. Miese Bezahlung, hat aber trotzdem Spaß gemacht. Wir haben Weihnachtstraditionen verglichen. In Russland bringt Väterchen Frost am 1. Januar Geschenke, klar, in kommunitischen Zeiten waren kirchliche Feiertage nicht so in, deshalb an Neujahr.  Dazu gibts ne super Geschichte. Ein russischer Junge schreibt einen Brief an Väterchen Frost und wünscht sich nur eine Jacke, Handschuhe und ein paar Stiefel, weil ihm so kalt ist. Die Postmitarbeiter lesen den Brief und haben Mitleid mit ihm. Sie sammeln Geld und schicken ihm eine Jacke und Handschuhe, für die Stiefel hat es nicht gereicht. Als Antwort schreibt der Junge, „Väterchen Frost, danke für die Handschuhe und die Jacke. Aber die Stiefel haben gefehlt. Wahrscheinlich haben die Banditen im Postamt sie gestohlen, bitte schau da einmal nach.“

So läufts in Russland. Viele Grüße vom perfect english speaker Moosbauer, der gerne dieses Wochenende beim traditionellen Adventstreffen der Verwandschaft anwesend wäre.

Ich will Kölsch

Bald ist es soweit, das Bier hier ist mies. Aber ein Erfolgserlebnis gabs eben beim Einkaufen der üblichen Waren(Ein Wodka für auffe Hand, zwei Bier gegen den Kater, einen Apfel und Trockenfisch), die Kassiererin war nicht mehr so unfreundlich in meinem Stammladen und hat auch anerkennend gesagt, ich würd schon ganz gut russisch verstehen. Reden nicht, aber verstehen, immer hin. Natürlich hab ich nur Wasser und und Brot gekauft, das oben ist ne typisch russische Samstagnachmittagliste.

Unfälle, deutsch/russische Weihnacht und der Glöckner von Speyer

Erster Unfall, nach meiner Äusserung heute beim Mittagessen, man könnte doch mit der Marschrutka nach Berlin fahren, erzählt bekommen.

Der Weg mit einer Marschrutka (Minibus, voll belegt, ungefähr 50 Euro) nach Berlin ist preisgünstig und schnell und relativ ungefährlich, da der russische Fahrer, sofern er nicht zu viel getrunken hat, locker 12-20 Stunden durchfahren kann. Zurück kommt er meist allerdings schon von Belgien oder Holland und hat ein paar Stündchen mehr auf dem Buckel. Bei so einer Höllenfahrt verunglückte ein Kollege eines Freundes von mir hier mit seiner Marschrutka. Er blieb relativ unverletzt, ein Fahrgast blieb Querschnitts gelähmt. Mieser Haken, so schwer wie ein Anker, da die ganzen Unternehmen hier mehr oder weniger Illegal agieren, kein Anrecht auf Schadensersatz, Schmerzensgeld oder sonstiges. Pech gehabt. Genau wie die Typen beim zweiten Unfall

Gesehen heute Live auf dem Weg zur Schule, gelber VW Bus, geschätzte Geschwindigkeit 150 kmh kachelt die eine Str. hoch, ein altersschwacher Benz kommt von rechts, Geschwindigkeit geschätzte 200 kmh. Statt zu bremsen wird noch mal Gas gegeben und beide Autos treffen nach wilden Ausweichmanövern zwei gegenüberliegende Bäume. Kein Scherz, punktgenau. Ich war zu dem Zeitpunkt noch ungefähr 10 minuten Fußweg entfernt, am Anfang der Str. Als ich ankam waren schon ein paar Leute da, der Fahrer des gelben Buses sah nicht so gut aus, aber von Rettung keine Spur, obwohl der Unfall genau vor der Polizeiwache statt fand. Auch weiter 5 Minuten später (ich war im Laden an der Ecke schnell noch was einkaufen) niemand in Sicht. Ich hoff mal, das da irgendwann mal jemand kam…

Die Moral von der Geschicht, besser hier nicht Auto fahren. Und sich auf Weihnachten einstimmen.

Ach ja und der Glöckner von Speyer, wie war das noch:

Der Glöckner von Speyer

hat blecherne Eier

Was glaubt ihr, wie das klimpert

Wenn der einmal pimpert

In diesem Sinne

Gut Blech

Flo